The Hate U Give von Angie Thomas wird ja momentan sehr gehyped und gilt als DAS Jugendbuch des Jahres 2017. Auch ich habe das Buch gelesen. Lest selbst, wie es mir gefallen hat. Hat es jemand von euch gelesen und wie ist eure Meinung dazu?
the hate u give


Titel: The Hate U Give
Autor: Angie Thomas
Verlag: cbt
Seiten: 512

Inhalt: 

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen..
Meine Meinung: 

Ich glaube mir ist es noch nie so schwer gefallen, eine Rezension zu einem Buch zu schreiben wie hier. Den dieses Buch ist einfach anders. Ich meine wann wird ein Jugendlicher schon mal Zeuge von einem grausamen Mord an seinem besten Freund? 
Aber in dem fiktiven Roman von Angie Thomas wird Starr genau Zeugin dessen, denn ein weißer Polizist erschießt ihren besten Freund Khalil bei einer üblichen Verkehrskontrolle. Danach ist Starrs Leben nicht mehr so wie es war, weil der Fall öffentliche Aufmerksamkeit erregt. Es wird zwar von einer Zeugin berichtet, doch niemand weiß, dass es sich hierbei um Starr handelt. Wird Starr noch genug Mut aufbringen um für Khalils Gerechtigkeit zu kämpfen?
Starr lernt man als ruhiges und sympathisches Mädchen kennen. Sie lebt mit ihren Eltern in Garden Heights, einem verarmten, von Gangs beherrschten Viertel. Ihre Schule liegt in einem anderen Viertel, wo sie eine von den wenigen schwarzen Schülern ist. Hier versucht sie einen Mittelweg zu finden, um nicht als „Angry Black Girl“, aber auch nicht als zu „weiß“ angesehen zu werden. So erzählt sie ihren Freunden auch nicht, dass sie die Zeugin in Khalils Fall ist. Doch schnell merken ihre Freunde wie Starr sich verändert. Denn an ihr ist der Tod von Khalil keinesfalls spurlos vorbei gegangen. Er hat Wunden von früher wieder aufgerissen, denn sein Tod war nicht der erste, den Starr hautnah miterlebt hat. Nach und nach merkt Starr, dass sie die einzige ist, die in diesem Fall etwas bewegen kann. Der Wandel, den sie innerhalb der Geschichte durchmacht, ist gewaltig. Starr entwickelt sich zu einem mutigen, selbstbewussten Mädchen, das sich ihren Ängsten stellt.

Meiner Meinung nach passt der einfache Schreibstil von Angie Thomas sehr gut zur Geschichte und bildet somit einen guten Gegensatz zu der Thematik. Das Buch ist komplett aus Starrs Sicht geschrieben, wodurch man ihre Ängste und Gefühle hautnah mitbekommt. Die Unterhaltungen innerhalb der Familie sind mit dem passenden Slang untermalt, wodurch man einen guten Eindrück über das Familienleben der Caters bekommt.

Angie Thomas hat es geschafft aktuelle Themen in einem ganz besonderen Jugendbuch zu verpacken, denn die Vorfälle zwischen weißen Polizisten und weißen Mitbürgern häufen sich ja – besonders in den USA – immer mehr. Durch die Schilderung der schockierenden Ereignisse macht die Autorin auf das wichtige Thema Rassismus aufmerksam und regt den Leser zum Nachdenken an.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein absolutes Must-Read und das nicht nur für Jugendliche.